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Freitag, 29. Juli 2016

Zuhause?!

Hallo,
inzwischen bin ich schon seit circa einem Monat wieder in Deutschland. Naja, nicht so richtig, denn kurz nachdem ich zu Hause angekommen bin, ging es auch gleich schon wieder weiter nach Frankreich. Entschuldigt bitte, dass ich es deswegen auch jetzt erst schaffe diesen Blogpost zu schreiben und damit dann auch diesen Blog hier zu beenden. Aber jetzt erstmal der Reihe nach:
Meine letzten Wochen in Norwegen waren wunderschön! Nachdem die letzten Prüfungen in der Schule überstanden waren und die Sommerferien quasi schon vor der Tür standen, hieß es dann für mich, mich langsam von allen zu verabschieden. Plötzlich war dann auch schon das letzte Akrobatik-Training, die letzte Orchesterprobe oder die Abschlussfeier meiner Klasse. Die letzten Tage gingen viel zu schnell vorbei und plötzlich lag auch schon der letzte Schultag hinter mir und ich stand am Flughafen, wo ich mich von meiner Gastfamilie verabschieden musste.
Ich kann irgendwie immer noch nicht so richtig glauben, dass jetzt schon wieder alles vorbei ist. Plötzlich kommt man wieder nach Hause und fragt sich, wo die zehn Monate, die man weg war eigentlich geblieben sind. Das Jahr ging so schnell vorbei, dass es vom Zeitgefühl her eher 3 Monate waren, auf der anderen Seite ist aber gleichzeitig auch so viel passiert, dass man mit den ganzen Erfahrungen und Erlebnissen locker drei Jahre ausfüllen könnte.

Das hier wird wahrscheinlich mein letzter Eintrag auf diesem Blog sein. Ich wünsche allen zukünftigen Austauschschülern, die das hier lesen eine tolle Zeit im Ausland, genießt euer Jahr, denn es wird schneller vorbei sein, als ihr denkt!

Katja

Mittwoch, 18. Mai 2016

17. Mai, Konfirmation & Sørlandet

Hallo,
gestern war der 17. Mai, also der norwegische Nationalfeiertag. Vor genau 202 Jahren wurde das norwegische Grundgesetz verabschiedet. Hier in Norwegen wird der Nationalfeiertag viel größer gefeiert als der 3. Oktober in Deutschland. Schon um acht Uhr war ich heute Morgen an der Grundschule meines kleinen Gastbruders, wo die norwegische Flagge gehisst wurde und einige Schüler traditionelle norwegische Lieder gesungen haben. Danach ging es für mich gleich weiter zu einer Freundin, mit der ich dann gemeinsam ins Zentrum von Oslo gefahren bin. Fast alle Grundschulen und einige Vereine laufen dort in einem riesigen Zug durch die Stadt. Da Oslo ziemlich viele Schulen hat, dauerte das Ganze über drei Stunden. Alle laufen nacheinander die Karl-Johanns-Gate hoch, vorbei am Stortinget (der norwegische Bundestag) und am Schloss. Am Schloss steht dann die Königsfamilie auf dem Balkon und winkt. Die Innenstadt war komplett voll mit Menschen und die norwegische Bevölkerung hat sich heute gefühlt verzehnfacht! Alle Leute stehen mit Flaggen und in der norwegischen Tracht (Bunad) am Rand und schauen den Schülern und Blasorchestern zu, die durch die Stadt laufen. Am Nachmittag bin ich dann wieder nach Hause gefahren, denn meine Gastfamilie hatte einige Freunde und Verwandte eingeladen. Nachdem diese dann auch gegangen waren, bin ich zusammen mit meinem Gastbruder und einem Freund von ihm noch einmal zur Schule gegangen, wo für die Kinder einige Spiele wie zum Beispiel Sackhüpfen und eine Tombola stattfand. Der Tag war ziemlich eindrucksvoll, aber auch sehr anstrengend. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Menschen, Flaggen und so viel Patriotismus an einem Tag erlebt!
Vor zwei Wochen wurde meine Gastcousine konfirmiert, weshalb wir nach Trondheim gefahren sind. Eine norwegische Konfirmation ist eigentlich ziemlich ähnlich wie eine deutsche, mit dem Unterschied, dass man sich hier anstatt kirchlich auch bürgerlich konfirmieren kann, für diejenigen, die nicht an Gott glauben. Am nächsten Tag haben wir dann noch Verwandte von meiner Gasttante besucht, die sich vor kurzem ein Haus am Meer gebaut haben.
An diesem Wochenende war ich, gemeinsam mit meiner Gastfamilie, in Südnorwegen ("Sørlandet"). Die Familie meiner Gastmutter kommt aus Südnorwegen und hat dort auch noch ein Haus direkt am Meer. Es war sehr schön dort, nur leider etwas zu kalt und zu windig, um Boot fahren zu gehen.

Katja








Sonntag, 1. Mai 2016

Oslo von der anderen Seite - April

Hallo,
seit dieser Woche bin ich endlich fertig mit den Tentamen (5-Stunden-Tests). Der Mathe-test gestern war echt anstrengend, vor allem weil ich es nicht gewohnt bin, mich über einen so langen Zeitraum zu konzentrieren.
Vor zwei Wochen war ich zusammen mit zwei anderen Austauschschülern zum Bootfahren auf dem Oslofjord. Zum Glück ist die Regenwolke, die am Morgen noch über Oslo war, nachmittags weitergezogen und wir hatten strahlenden Sonnenschein auf dem Boot. Es war echt schön, Oslo auch einmal von der anderen Seite zu sehen, normalerweise schaut man ja nur von Oslo aus auf das Meer.
Letztes Wochenende war ich zusammen mit meiner Gastfamilie und einigen Verwandten Thailändisch essen. Ich war noch nie wirklich Thailändisch essen, aber es war spannend mal ein paar neue Dinge auszuprobieren, obwohl manche Gerichte echt scharf waren.
So langsam kommt der Frühling auch hier zu uns nach Oslo. Du weißt, dass du in Norwegen bist, wenn alle Leute sofort mit kurzer Hose und T-Shirt herumlaufen; und das, obwohl es gerade einmal 10 Grad draußen sind. Und du weißt erst recht, dass du in Norwegen bist, wenn es eine halbe Stunde später plötzlich wie aus dem nichts wieder anfängt zu schneien. Ich mag den Winter ja schon echt gerne, aber so langsam habe ich auch irgendwie genug von dem ganzen Schnee. Irgendwie bin ich dann doch froh, dass er nicht liegen bleibt, sondern dass man eine halbe Stunde später wieder bei strahlendem Sonnenschein draußen auf der Terrasse sitzen kann.
In den letzten Wochen ist nicht sehr viel spannendes passiert, deswegen fällt dieser Post auch relativ kurz aus. In den nächsten Wochen passiert allerdings eine ziemlich viel, ich sage nur Trondheim, Konfirmation, Hütte und 17. Mai (der norwegische Nationalfeiertag).





Katja

Samstag, 9. April 2016

Ostern

Wie schon im letzten Post erwähnt, hatten wir in Oslo vor 2 Wochen Osterferien. Ich war (wie immer in den Ferien) mal wieder mit meiner Gastfamilie in den Bergen zum Ski-fahren. Es war für mich jetzt erstmal das letzte Mal auf Skiern für die nächste Zeit, denn in Deutschland werde ich wohl nicht mehr so häufig wie hier in Norwegen die Chance zum Ski-fahren haben. Wir waren fast die kompletten Ferien in der Hütte, aber da wir viel Besuch von Verwandten meiner Gastfamilie hatten und auch unsere "Hütten-Nachbarn" da waren, wurde es nicht langweilig. Ostern wird hier in Norwegen ziemlich ähnlich gefeiert wie in Deutschland und auch hier werden Ostereier gesucht. Eine andere Oster-Tradition in Norwegen ist "påskekrim". Übersetzt heißt das "Osterkrimi". Hier in Norwegen kommen zur Osterzeit immer viele neue Krimis raus und mit der Zeit ist es zu einer Tradition geworden, Krimis zu Ostern zu lesen, zum Beispiel von Norwegens bekanntem Autor Jo Nesbø. Alles ist voll mit Krimis, sogar auf der Milchpackung ist ein Rätsel-Krimi, der dann an Ostern aufgelöst wird.
So langsam neigt sich auch das Schuljahr hier dem Ende zu und die "heldagsprøver" (5-Stündige Tests in Mathe, Englisch und Norwegisch) und Abschlussexamen stehen vor der Tür. Das bedeutet auch für mich, dass meine Zeit hier in Norwegen leider bald zu Ende ist. In 2,5 Monaten bin ich wieder auf dem Weg nach Deutschland. Auf der einen Seite freue ich mich, alle Leute wiederzusehen, auf der anderen Seite ist es aber auch komisch, Norwegen plötzlich von einem auf den anderen Tag zu verlassen und nicht mehr den ganzen Tag Norwegisch zu reden oder mit dem Hund Gassi zu gehen, was in Zwischen schon zur alltäglichen Gewohnheit geworden ist.

Ach ja, und hier bei diesem Ausblick zu sitzen und zu lesen, oder einfach nur den Sonnenuntergang anzuschauen werde ich auch vermissen:(

Sonntag, 13. März 2016

Winterferien, März,...

Ende Februar waren hier in Oslo Winterferien. Ich war mal wieder mit meiner Gastfamilie in den Bergen zum Skifahren. Wir standen fast jeden Tag auf den Skiern, meistens zum Langlaufen, aber auch einmal zum Slalom-Fahren. So langsam werden meine Langlauf-Künste besser und auch die Skitouren immer länger. Wenn man dann gemeinsam mit der Gastfamilie durch die Berge fährt und nach ein paar Kilometern irgendwo anhält und einfach mitten im Nirgendwo anhält um ein Lagerfeuer zu machen und Würstchen zu grillen fühlt man sich schon sehr norwegisch! Auch mit dem Slalom-Fahren klappt es besser als erwartet. Das letzte Mal dass ich so richtig Skifahren war ist nämlich schon einige Jahre her, aber die Piste kommt man ja immer irgendwie herunter :D.
Letzte Woche habe ich noch mit zwei Leuten aus meiner Klasse das Theater meiner Schule angeschaut, von dem ich letztens schon berichtet habe. Es war echt lustig, auch wenn es eigentlich kein zusammenhängendes Theaterstück war, sondern eher einzelne Sketche.
Gestern war ich noch zusammen mit einer anderen Austauschschülerin in der Stadt und wir waren ein bisschen shoppen und Sightseeing durch Oslo machen, auch wenn wir beide vorher schon öfter im Zentrum von Oslo waren. Im Moment ist hier in Oslo ja die Biathlon WM und in der Stadt waren überall Leinwände, wo man sich die Staffel gestern anschauen konnte. Wir habe sogar ein paar Deutsche in der Stadt getroffen :D.
Die Winterferien sind zwar gerade erst zu Ende, aber in einer Woche stehen schon wieder 1,5 Wochen Osterferien vor der Tür, die ich (genauso wie die Winterferien) wieder beim Skifahren in der Hütte meiner Gastfamilie verbringen werde.



Katja